Werkstatt für Fortbildung,
Praxisbegleitung und Forschung im sozialen Bereich gGmbH

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Demokratie und Toleranz in der beruflichen Bildung

Eine Fortbildung für Multiplikator/innen in Einrichtungen der Berufausbildung, in Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben.
Sommer und Herbst 2006

07. - 08. Juni 2006
28. - 29. August 2006
28. - 29. September 2006
Das offizielle Einladungsschreiben und die Anmeldung können Sie hier als *.pdf herunter laden.


Eingeladen sind Ausbilder/innen, Lehrer/innen, Sozialarbeiter/innen und andere Mitarbeiter/innen der Berufsausbildung, die Praxisbausteine für die Vermittlung von demokratischen und sozialen Kompetenzen an junge Auszubildende kennen lernen und umsetzen wollen. Angesprochen sind darüber hinaus leitende Mitarbeiter/innen, die gemeinsam mit den Mitarbeiter/innen die Vermittlung von demokratischem Handeln in ihrer Einrichtung verankern wollen.

Die Fortbildung wird durch das Bundesprogramm "Entimon - gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus" gefördert. Die Teilnahme ist daher kostenfrei, Reise- und Unterkunftskosten können leider nicht erstattet werden.

Die Fortbildung
  • Wie können wir im Betrieb, in Schulen, in Ausbildungseinrichtungen bei jungen Auszubildenden demokratische Grundwerte fördern
  • Wie können wir ein Arbeitsklima der gegenseitigen Unterstützung entwickeln?
  • Was können Ausbilder/innen oder Lehrer/innen konkret tun, wenn einzelne oder Gruppen aufgrund von Herkunft, Aussehen oder sexueller Orientierung ausgegrenzt werden?
  • Wie kann man als Ausbildungsträger reagieren, wenn sich manifeste rechtsextreme Gruppierungen bilden?
  • Wie können wir Auszubildende unterstützen, sich innerhalb des Betriebs oder der Schule für ein demokratisches, tolerantes Miteinander einzusetzen?
  • Wie können wir Auszubildenden helfen, mit Gegensätzen einer pluralistischen Gesellschaft konstruktiv umzugehen?
In der Fortbildung werden diese Fragen anhand von Hintergrundinformationen, praktischen Übungen und konkreten Beispielen bearbeitet. Den Teilnehmer/innen wird Handwerkszeug zur Umsetzung eigener Module in ihren Betrieben und Schulen vermittelt.

Die Fortbildung besteht aus drei zusammenhängenden Modulen. Ziel der Fortbildung ist die Entwicklung eigener Praxisprojekte für die konkrete Arbeit mit Auszubildenden. Dabei sind bei der Umsetzung die folgenden Themenschwerpunkte möglich: Menschenrechte, Migration, Zusammenleben unterschiedlicher Gruppen, gewaltfreie, demokratische Konfliktbearbeitung, Umgang mit Aggressionen, Engagement für den Betrieb.



Die Module

Modul 1: Die Herausforderung, Demokratie und Toleranz zu vermitteln
Mittwoch, 7. Juni - Donnerstag, 8. Juni 2006

Im ersten Modul geht es neben der Klärung der Anliegen der Teilnehmer/innen um die Bedeutung von demokratischen Kompetenzen, Menschenrechten und Beteiligungsmöglichkeiten in der Berufsausbildung. Fragen, die bearbeitet werden, sind: Wie erkenne ich Vorurteile und Ausgrenzung bei meinen Azubis? Wie sieht es mit den demokratischen Kompetenzen und Möglichkeiten unserer Einrichtung aus? Welche Ressourcen haben wir in unserer Einrichtung? Anhand von Praxisbeispielen aus Ihren Einrichtungen soll geklärt werden, welche Arten von Vorurteilen und Ausgrenzung Ihnen in Ihrer Arbeit bisher aufgefallen sind bzw. welche vielleicht sogar typisch sind. Ziel dieses Moduls ist darüber hinaus, erste Projektideen und Handlungsansätze für die beteiligten Einrichtungen zu entwickeln.

Modul 2: Gefährdungen der Jugendlichen durch Rechtsextremismus
Montag, 28. August - Dienstag, 29. August 2006

Mit dem zweiten Modul wollen wir einen vertiefenden Blick auf die aktuellen Strukturen des Rechtsextremismus in Brandenburg, ihre Organisationsformen und ihre Bedeutung für die Berufsausbildung und Berufsvorbereitung geben. Wie funktioniert die rechtsextrem orientierte Jugendkultur, welcher Lifestyle in Form von Musik, Kleidung, Symbolen, Ritualen und Treffpunkten ist hier attraktiv? Wie wird geworben? Welche Strategien werden verfolgt und was macht die Attraktivität dieser Angebote auf einige unserer Jugendlichen aus? Dies ermöglicht auch eine Auseinandersetzung mit Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Alltagsrassismus. Anhand von Erfahrungen mit konkreten Vorfällen möchten wir uns in diesem Modul einen Tag Zeit nehmen, um praktische Handlungsstrategien zu entwickeln, die Ihnen einen Leitfaden geben sollen, solche Probleme auch an Ihrer Einrichtung oder in Ihrem Betrieb sachgerecht und effektiv zu bearbeiten.


Modul 3: Zivilcourage und konstruktive Konfliktbearbeitung
Donnerstag, 28. September - Freitag, 29. September 2006

Das dritte Modul steht im Zeichen der Konfliktbearbeitung mit Jugendlichen in der beruflichen Ausbildung. Hier soll geklärt werden, wie Konflikte aufgegriffen und mit welchen Methoden sie gelöst werden können. Zur Sprache kommt u.a. die Frage, wie Zivilcourage und eine tolerante Grundhaltung unter den Auszubildenden gefördert und verankert werden kann. Zur Weiterentwicklung von Praxisprojekten in den jeweiligen Einrichtungen werden mit der Methode der Kollegialen Beratung Hilfestellungen gegeben, um eine zeitnahe Verwirklichung der Projektiden zu ermöglichen. Außerdem werden wichtige Hinweise zur Vernetzung sowie zu Informationssystemen und Beratungsmöglichkeiten gegeben.


Beratung und Praxisbegleitung

Bei der Umsetzung der Praxisprojekte vor Ort stehen wir begleitend zur Fortbildung beratend zur Seite. Unternehmen, Trägern, Schulleitungen bzw. den für Sie relevanten Schlüsselpersonen bieten wir Beratung zur dauerhaften Verankerung von Kompetenzvermittlung für Demokratie und Toleranz (z.B. durch Projekte, Projekttage, im Unterricht etc.) an.


Interessierte Institutionen können sich bei Camino anmelden. Ansprechpartner sind: Ingo Siebert und Marcus Otto.
Die Veranstaltung findet in den Räumen der BASF Schwarzheide statt. Diese wurden uns von der BASF freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die genauen Anfahrtmöglichkeiten erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung.